Luther und der Buchdruck

Der Buchdruck spielte für die Reformation zu Martin Luthers Lebzeiten eine sehr bedeutende Rolle, denn  so konnten Luthers Schriften auf der ganzen Welt verbreitet werden, sodass sich viele Anhänger finden ließen. Aber wie genau half der Buchdruck den Reformatoren?

Anfang des 16ten-Jahrhunderts gab es nur wenige Bibeln auf der Welt. Die Verbreitung der heiligen Schrift wurde dadurch erschwert, dass jedes einzelne Exemplar von Hand abgeschrieben werden musste. Außerdem waren alle diese Exemplare nur in Latein. Dieser Sprache waren aber nur wenige mächtig, wenn sie überhaupt lesen und schreiben konnten. So machte Luther es sich zur Aufgabe die Bibel zu übersetzten und an das Volk zu verteilen.

Doch Luther war nicht der erste, der den Versuch wagte, die Bibel in seine Muttersprache zu bringen. So gab es vor Luther schon einige Übersetzungsversuche, welche allerdings immer von der Kirche gestoppt wurden.  Die einzige englische Übersetzung von John Wycliffe im Jahre 1382 war aber nur einem sehr begrenzten Teil der Bevölkerung zugänglich, sodass sie schnell in Vergessenheit geriet.

Im Jahre 1440 machte Johannes Gutenberg aber eine weltverändernde Entdeckung. Er erfand den Buchdruck. Eine Revolution des Publizierens. Es war nun möglich mit Hilfe von beweglichen Lettern Papier kostengünstiger und weniger aufwändig mit Farbe zu bedrucken. Dies machte sich Martin Luther 1522 zu Nutze. Er fertigte seine Übersetzung des alten Testaments mithilfe des Buchdrucks so einfach wie nie an und verkaufte sie zu einem geringen Preis an die Bevölkerung. Hierdurch gewann er viele Anhänger, da nun jeder die Heilige Schrift nach Belieben lesen durfte. Diese Anhänger, auch Reformatoren genannt, verbreiteten eben diese Schrift weiter, sodass bald jeder von der noch unvollständigen Lutherbibel erfuhr. Später im Jahr 1522 erschien dann auch Luthers Übersetzung des neuen Testaments. Zuerst wurden nur 3000 Exemplare gedruckt, die nach drei Monaten vollständig ausverkauft waren, was zu dieser Zeit sehr unüblich war.

Die erste vollständige Lutherbibel erschien erst im Jahr 1524. Zwischendurch brachte Luther dennoch immer wieder Neuauflagen, der schon übersetzten Abschnitte heraus. Dabei erleichterten die volksnahe Sprache Luthers, sowie der günstige Preis den Verkauf.

 

 

Von Fiete ITA-M

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